Einführung

Mate Bereczki (1824-1895)

Sein Leben und Schaffen

Máté Bereczki (ursprünglicher Name: Bagyinszki) ist am 22. September 1824. in Romhány geboren. Er stammte aus einer armen Familie, sein Vater war Steinmetz. Wegen der unsicheren finanziellen Lage konnte er kaum unterrichtet werden. Die Grundkenntnisse brachten ihm die Eltern zu Hause bei. Er konnte erst mit 11 Jahren in dem Volksschule des Heimatdorfes lernen. In 1839 wurde er in Vác ins Gymnasium eingeschrieben.

Im Herbst 1845 begann er an der Universität von Pest Politik und Jurisprudenz zu studieren. Inzwischen eignete er sich die deutsche und französische Sprache an. In dieser Zeit wurden ihm die Konzeptionen der Reformzeit bekannt und er war von ihnen fasziniert. Er nahm auch an den Ereignissen von 15. März 1845 teil. Er veränderte seinen Namen Bagyinszki zuerst zu Romhányi und nach der Kapitulation von Világos zu Bereczki.

Während des Freiheitskampfes meldete  er sich zu Militärdienst an wo er sich verdient machte  und wurde als Offizier ausgezeichnet. Nach dem Fall des Freiheitskampfes verbarg er sich 6 Jahre lang bei Freunden. Erst in 1956, nach der Amnestie konnte er wieder frei weden. Er nahm keine Amtsstelle an, er wollte die Willkührherrschaft nicht mehr dienen. Auf dem Gutshof eines seiner Bekannten arbeitete er als Privatlehrer und beschäftigte sich immer mehr mit Gärtnerei, deren Grundkenntnisse ihm sein Vater beigebracht hatte.

In 1860 wurde er Notar, wieder eine Amtstelle. Er gab seinen früheren Standpunkt auf, um mehr Zeit dem Obstbau widmen zu können. Aber seine Wünsche gingen nicht in Erfüllung, er konnte sich dem Obstbau nicht obliegen, so gab er seine Stelle in 1862 wieder auf. Er nahm das Angebot seines Freundes Antal Sármezey an und er zog nach Mezőkovácsháza, wo er die Kinder seines Freundes lehrte und wo er unter Freunden 33 Jahre verbrachte. Hier beschäftigte er sich mit Obstarten und Obstanbau.  Mit Hilfe seines Freundes brachte er seinen berühmten Garten zustande, wo sein wissenschaftliches Schaffen anfing.

In der Zeit von Bereczki konnten die Anbauer die Möglichkeit der Obstzucht noch nicht perspektivisch sehen. Die Obstarten wurden ohne besonderes Sachverständnis gezuchtet. Die natürliche, also nicht durch Zuchtwahl kultivierte, unveredelte und ungeschnittene Form war meist von geringerem, insbesondere aber unregelmäßigemErtragsowie nicht vorhersagbarem Geschmack und nicht vorhersagbarer Qualität der Früchte. Dazu kamen die schlechten Lieferungsmöglichkeiten und man konnte den Ertrag kaum verwerten. Außerdem gab es zur Zeit nur wenige  Baumschulen. Die Fachmenschen, die diese Probleme erkannten, taten alles, um eine Lösung zu finden. Bereczki zeichnete sich durch sein Enthusiasmus aus, er wollte die Obstzucht emporbringen, auch wenn er dafür viel Opfer bringen musste. Vor allem wollte er die Obstarten klar sehen und  reinrassige und solide Obstgärten hervorbringen. Mit Hilfe der Fachliteratur brachte er seine Baumschulen zustande, wo er mit Obstarten experimentierte. Die Stecklinge zum Vermehren beschaffte er aus vaterländischen Baumschulen. So kam er in Kontakt mit József Kovács aus  Bátorkeszi und mit Károly Glocker aus Enying.

Er liess den grössten Teil der Obstarten vom Ausland von Obstexperten holen. Die Apfelsorten Daru, Sóvári, Orbai, Sikulai, Batul, Ponyik etc. wurden duch ihn bekannt. So rufte er seinen Garten ins Leben, der bald einen sehr guten Ruf hatte und der in den 1870er Jahren in Ungarn die einzige legalisierte Sortensammlung war.

Er studierte mit grossem Interesse, wie sich die verschiedenen Obstarten im Flachland verhalten und er bewies auch, dass sie auch unter nicht idealen Verhältnissen guten Ertrag bringen können. Er sagte, man darf in den Obstgärten nicht viele Sorten anbauen, nur jene, die sich unter den jeweiligen Bedingungen gut entwickeln.

Seine Erfahrungen mit Obstanbau wurden in den ungarischen Fachschriften veröffentlicht. Anhand seiner Artikel und Erfahrungen wurde er bald gelaufig. Er war mit vielen Gärtnern in Verbindung. Zahlreiche Landwirten und Lehrer baten ihn um Hilfe.

In 1860 wurde er ein Mitglied der belgischen Van Mons Pomologischen Gesellschaft und in 1968 der Deutschen Pomologischen Gesellschaft. Sein Name kam in den ungarischen und ausländischen Fachschriften immer öfter vor. 25 Jahre lang war er ein aktiver Mitarbeiter der Fachschriften. Die Obstanbauer hatten derzeit immer nur mangelhafte Informationen, so entschied er sich in 1875 für die Zusammenstellung eines monumentalen Werkes, in dem er alles über Obstbau beschreibt. In diesem Werk veröffentlicht er die pomologische Beschreibung der Obstarten in seiner Garten.

Sein Werk wurde in Arad unter dem Titel „Pomologische Grundrisse” durch Selbsfinanzierung veröffentlicht. Es war für die ungarischen Obstanbau grundlegend. Seine Sortenbeschreibungen sind überaus detailliert.

Neben seinen schriftlichen Tätigkeiten arbeitete er in seinem Garten. Das Baum Propfen, das Sammeln von Edelreisen und das ständige Beobachten nahmen sehr viel Zeit in Anspruch. Nur das Verkaufen von Edelreisen brachte etwas in die Kasse, er lebte bescheiden. Er verteilte den grössten Teil seines Inkommen für arme Kinder und er kaufte neueFachliteratur.

Er beschäftigte sich sehr mit fachlichen Fragen. Er fertigte Pläne an, wie man die Baumschulen umstrukturieren sollte. Über Pflanzenschutz hat er auch viel veröffentlicht. Er schlug die Organisierung der Ungarischen Pomologischen Gesellschaft vor. Er wollte Ungarn Obstbezirken stiften. Er machte einen darauf aufmerksam, dass man sich auch um den Obstmarkt kümmern sollte.

Trotz der Anerkennungen war es ihm nicht leicht. Das Land, wo sein Garten war, wurde verkauft und er konnte dagegen nichts tun. Das Finanzministerium liess sich von ihm nicht beeinflussen. Sein Freund, Sármezey musste anderswo Land kaufen und Bereczki musste einen neuen Garten anbauen. Er transplantierte alles, was er konnte, aber eine Lungenentzündung hielt ihn auf. Er starb am 9. Dezember in Kunágota.

Seinem Testament nach liess er sein Vermögen auf die Naturwissenschaftliche Gesellschaft. Ihm wurde durch die Gesellschaft ein Denkmal errichtet. In 1986 wurde seine Bruststatue fertig, die im Garten der nationalen Lehranstalt für Gärtnerei  aufgestellt wurde. Die Nachwelt erinnert sich an Bereczki. Sein Denkmal und Bruststatue wurden in 1969 in Kunágota aufgestellt.

 

Über unsere Schule

Bei uns gibt es verschiedene Fachmittelklassen, die 4 Jahre lang dauern und wo die SchüerInnen am Ende des 4. Jahres Abitur ablegen .  Wir bieten ihnen die folgenden Fachrichtungen an:

-         eine Klasse für Rechtsdurchsetzung,

-         eine Klasse für Landwirtschaft

-         eine für Sport.

Gemischte Klassen gibt es auch, je nach der Zahl der sich meldenden SchülerInnen.

Wir haben auch Fachklassen für Fleischerei, Gärtnerei und Mechaniker.

Da unsere Schule ist auch eine Sportschule ist, nehmen die SchülerInnen an nationalen Sportveranstaltungen regelmässig an. Unter ihnen haben wir Boxer (Olympiasieger), Fussbalspieler, die in dem örtlichen Verein spielen (BLSE), Korbballspieler und andere Athleten mit sehr guten Ergebnissen. Unsere Schule ist die Einzige in der Stadt, wo man Rechtsdurchsetzung lernen kann. Die SchülerInnen dieser Klasse nehmen an den nationalen Wettkampf für Rechtsdurchsetzung jedes Jahr teil und lassen sich durch ihr Wissen auszeichnen.

Auch unsere FachschülerInnen lassen sich in Wettkämpfen testen. In dem Wettkampf „Fleischer des Jahres” gibt es Sonderpreise für aussergewöhnlich engagierte TeilnehmerInnen: Die zehn Besten bekommen Ihren Facharbeiterbrief „ausgezeichnet”.